Neckarsulm zu unbeständig

Ein unnötiger doppelter Punktverlust für die Unioner

Württembergliga (WL), Heilbronn-Franken, Männer, Spielbericht

So ist das mit der elektronischen Datenverarbeitung: funktioniert sie, stehen einem die Fakten zur Verfügung. Funktioniert sie nicht, dann geht nichts, fast nichts. So auch mit dem seit dieser Saison eingesetzten, elektronischen Spielberichtsbogen. Eine feine Sache und im Grunde genommen eine wesentliche Verbesserung im Vergleich zu bisherigen Papierform. Aber eben nur, wenn alles erwartungsgemäß läuft. Und am Samstagnachmittag lief es nicht, weder mit dem Spielbericht, noch zuvor auf dem Spielfeld.

Nach der guten Vorstellung in Beilstein in der Woche zuvor, die zwar mit einer Niederlage endete, aber das Potential der NSU Sieben aufzeigte, war man positiv gespannt auf die Begegnung gegen den Traditionsverein aus Waiblingen. Immer ein harter Konkurrent, eigentlich ein Aufstiegskandidat, nur bisweilen noch nicht so recht in Fahrt gekommen. Da sollte für die NSUer ein Sieg drin sein und damit ein positives Erlebnis vor der kurzen Weihnachtspause.

Erwartungsgemäß starteten auch die Hausherren, Linkshänder Lars Neuffer setzte mit zwei Treffern ein Ausrufezeichen und nach gut 12 Minuten war es Moritz Kerner, dessen Heber sich zum 7:4 ins Waiblinger Netz senkte. Im weiteren Verlauf zeigte sich dann wieder die bekannte Malaise im Neckarsulmer Spiel. Der eben noch gezeigte Kampfwille ließ deutlich nach, dafür halbherzige Aktionen, druckloses Angriffsspiel und viele technische Fehler. Rasch war der Vorsprung perdu und wenn nicht Max Kerner wieder mit Paraden geglänzt hätte, hätten die Gäste noch deutlicher das Zepter übernommen.

Zu Beginn der zweiten Spielhälfte gaben sich die Unioner deutlich motivierter und mit dem erforderlichen Einsatzwillen. Selbst in Unterzahl gelangen Christian Gerber Treffer und seine Farben lagen in Front. Erneut war es die nachlassende Einsatzbereitschaft, die den Abwärtstrend einläutete. Den vermochte auch Artur Czech im Tor mit gelungenen Abwehraktionen nicht aufzufangen. Waiblingen übernahm die Führung, die Neckarsulmer hechelten hinterher und hatten am Ende beim letzten Torwurf nicht das Glück, das Remis zu erzielen.

Ein unnötiger doppelter Punktverlust für die Unioner gegen einen durchaus bezwingbaren VfL. Inzwischen kristallisiert sich in zunehmenden Maße heraus, dass den Motorenstädter gegen Ende der Partien die vielbeschworenen Körner ausgehen. Zweifelsfrei ist das auch einer dünnen Personaldecke geschuldet.

NSU Neckarsulm: Max Kerner – Artur Czech – Benjamin Unser, Clemens Borchardt, Christian Gerber, Janik Zerweck, Patrick Mittmann, Lars Neuffer, Yannik Guldi, Torben Wiedner, Moritz Kerner, Savvas Kouroumlidis, Henning Tittel

Datum: 23.12.2013 | Autor: Joachim Kühner (Neckarsulmer SU)

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