Die erste Halbzeit war für die HSG ein wahres Fiasko

Die HSG Dittigheim/Tauberbischofsheim kommt beim TSV Wieblingen gewaltig unter die Räder

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TSV Wieblingen – HSG Dittigheim/Tauberbischofsheim 29:23

Der knappe aber durchaus verdiente Heimsieg letzte Woche über den TSV Handschuhsheim sollte eigentlich das Selbstvertrauen der HSG Dittigheim/Tauberbischofsheim stärken und der Mannschaft frischen Mut für die kommenden Aufgaben geben. Entsprechend motiviert und selbstbewusst traten die „Grün-Weißen“ die Reise zum TSV Wieblingen an, wohl wissend, dass sie dort nur eine kleine Außenseiterchance bekommen würden. Diese wollten sie jedoch mit allen Mitteln nutzen. Doch davon war im Match gegen den Neuntplatzierten aus dem Neckartal nur wenig zu spüren. Im Gegenteil: Die Gäste erlebten vor allem in der ersten Halbzeit ein wahres Fiasko. Die Mannschaft wirkte emotionslos und ohne Biss. Einsatz und Kampfgeist ließen zu wünschen übrig. Sowohl im Angriff als auch in der Abwehr blieben die Kreisstädter weit hinter den Erwartungen zurück, was dem TSV sehr gelegen kam. Dass der HSG mit Viktor Bodo, Felix Rother und Dominik Gärtner gleich drei Rückraumspieler nicht zur Verfügung standen, darf nicht als Entschuldigung angeführt werden.

Wieblingen stellte mit Sicherheit keine Übermannschaft, doch die Gastgeber diktierten von Beginn an klar das Geschehen und lagen nach neun Minuten bereits mit 4:0 vorne. Die HSG benötigte dagegen elf Minuten um den ersten Treffer zum 1:4 zu markieren. Ähnlich einseitig setzte sich die Begegnung auch fort. Vor allem im Angriff blieben die Taubertäler weiterhin ohne Idee und völlig harmlos. So konnten die Heidelberger Vorstädter fast nach Belieben schalten und walten. Über 7:1 und 8.2 führte der TSV nach knapp 19 Minuten bereits mit 10:4. Auch die letzten zehn Minuten der ersten Spielhälfte gehörten den Gastgebern, die mit einem 5:0 Lauf bis zur Pause vorentscheidend auf 15:4 davonzogen.

Nach dem Wechsel fanden die Gäste für wenige Minuten besser ins Spiel und verkürzten auf 7:15. Doch dann waren wieder die Platzherren am Zug. Sie diktierten die Partie und hielten ihren Vorsprung bis zur 56. Minute relativ konstant bei elf Treffern. Nach dem 29:18 ließen die Gastgeber im Gefühl des sicheren Sieges etwas nach. Dadurch konnte die HSG mit fünf Toren in Folge die Niederlage mit 23:29 etwas freundlicher gestalten.

Insgesamt boten die „Grün-Weißen“ eine enttäuschende Leistung. Positiv zu erwähnen sind Tobias Karl, der insgesamt 8 Treffer erzielte, und Keeper Chris Gluhak, der nicht allein wegen seiner drei parierten Strafwürfe eine starke Leistung bot.

Dittigheim/TBB: Gluhak, Biesinger (beide Tor), Hartmann (1), Ehler (1), St. Gärtner (2), Mohr (2), Karl (8), Brezina (2), Küpper (1/davon 1 Strafwurf), Mayer, Bitsch (4), Hartnagel, Engert (2).

Datum: 21.11.2019 | Autor: Berthold Freund

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