Nie aufgehört zu kämpfen

Guter Start und starker Schluss!

Württembergliga (WL), Heilbronn-Franken, Frauen, Spielbericht

Mit einer motivierten und willensstarken Leistung erkämpften sich die Nordis zwei wichtige Auswärtspunkte in Echterdingen.

Trotz dezimiertem Kader starteten die Nordis direkt mit einem schnellen und sicherem Spiel. Julia Ost und Elisa Brummeissl zeigten in den ersten 10 Minuten, was in ihnen steckt. Mit schönen Würfen aus dem Rückraum, klasse Kreisanspielen und dem Auge für ihre Mitspielerinnen zogen die Nordis direkt mit 0:3 davon.

Die Abwehr war hoch motiviert und sehr aktiv, sodass sich die Nordis eine 2:6 Führung heraus spielen konnten und die erkämpften Bälle in der zweiten Welle schnell verwerteten. Immer wieder schaffte man es über schnelles Umschalten die Echterdinger zu bestrafen und sich so auf 5:10 abzusetzen. Wie im Spiel gegen Leonberg, hatte man auch hier in der 15. Minute einen Bruch im Spiel. Ungenaue Würfe und schnelle Abschlüsse zwangen die Nordis immer wieder in die Abwehr zurück. Was in den ersten 15 Minuten bestens funktionierte, wollte in den nächsten 15 Minuten nicht mehr klappen. Man fing sich immer wieder einfache Tore über die Außenspieler ein. Auf diese Weise gelang den Echterdingern immer wieder der Ausgleich, wodurch sie sich jede Chance auf einen oder sogar zwei Punkte bewahrten.

In der 26. Minute konnte man sich durch zwei wichtige Treffer von Mareike Bähr auf 14:16 absetzen. Anschließend mussten die Nordis jedoch gleich eine Zeitstrafe hinnehmen und waren somit bis zur Halbzeit in Unterzahl. Die Echterdinger nutzten den gegebenen 7-Meter direkt zur Verkürzung des Rückstands. Hinzukam, dass die Nordis in den letzten 30 Sekunden noch einmal das Nervenflattern bekamen. Durch einen technischen Fehler verloren die Nordis den Ball, der umgehend mit dem Ausgleich zum 16:16 bestraft wurde. Somit ging man mit einem 16:16Halbzeitstand in die Kabine.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit wollte man es nicht glauben, man geriet direkt mit zwei Toren in Rückstand. Der Start der zweiten Halbzeit war nicht so, wie man es sich erhofft hatte. Das Einzige, was man im ganzen Spiel gesehen hat, war, dass die komplette Mannschaft kämpfte und keine Sekunde nachließ. Dieser Kampfgeist trieb die Mädels an, immer wieder auszugleichenden. Durch eine bessere Abwehrarbeit als in den letzten 15 Min der ersten Halbzeit hatte man deutlich mehr Chancen als die HSG Leinfelden-Echterdingen. Dennoch scheiterte man immer wieder an der gut aufgelegten Torhüterin der HSG. Sicherlich war es schwierig, durchzuwechseln, da man im Rückraum dezimiert war und somit nicht allen eine Pause gönnen konnte. Aus diesem Grund wurde im Angriff auch gelegentlich nicht die beste Entscheidung gefällt. Erst durch den Teamgeist und den Willen schaffte man in der 50. Minute die erste Führung zum 24:25. Der Knoten war geplatzt und der Wille und das Selbstbewusstsein noch mehr gestärkt. Die Abwehr stand wieder, wie es die Trainer forderten.

Mit zwei schnellen Gegenstößen schaffte man es, sich zum 25:28 abzusetzen. Die HSG setzte am Ende alles auf eine Karte und agierte in der Abwehr mit einer Manndeckung, um sich den ein oder anderen Ball nochmals zu erkämpfen. In den Schlusssekunden bewiesen die Nordis nochmals Ruhe und schafften es am Ende mit einer kämpferischen Leistung zu einem 27:29 Sieg. Dies war ein sehr wichtiger Arbeitssieg für die Mannschaft und motiviert gleichzeitig nach dem verloren Punkt im letzten Spiel.

Es Spielten:
Nicole Rottmann (0-15 Min) Tina Weinstok (15-60 Min), Stefanie Schulz, Melanie Mayer (3), Jessica Popken (1), Annika Korthals, Elisa Brummeissl (9/1), Julia Ost (4), Jasmin Baumann (4), Mareike Bähr (7), Josephine Blatt, Nadine Frank (1)

Datum: 15.10.2014 | Autor: Oliver Hees (TSV Nordheim)

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