U23 der HSG Konstanz bleibt weiter auf Erfolgskurs

und in Oberliga-Spitzenquartett

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Oberliga Baden-Württemberg:
HSG Konstanz U23 – NSU Neckarsulm 27:25 (14:12)

Selbst gegen Neckarsulm, eine der besten Rückrundenmannschaften der Oberliga, konnte sich die U23 der HSG Konstanz durchsetzen. Umso erstaunlicher, da mit Patrick Volz, Moritz Ebert, Joschua Braun, Jonas Hadlich, Manuel Both und Joel Mauch gleich sechs absolute Leistungsträger entweder im selbst dezimierten Drittliga-Team aushalfen oder verletzt ausfielen. Am Ende durfte sich die Drittliga-Reserve über einen 27:25 (14:12)-Erfolg und weiter Platz vier der 4. Liga freuen.

Wie Saisonsieg Nummer 16 für das jüngste Team der Liga letztlich zustande kam, überraschte Trainer Matthias Stocker nicht nur, auch ganz zufrieden war er nicht. „Das ist jammern auf sehr hohem Niveau“, stellte er dabei zwar fest, dennoch kamen die HSG-Talente tatsächlich in der Offensive so gut wie nie an die starken Leistungen der letzten Wochen heran. Das lag teilweise am körperlich sehr robusten Gegner, vor allem aber an einer Vielzahl von Fehlern und vergebenen freien Chancen. Für den Konstanzer Übungsleiter etwas unverständlich. „Ich hatte“, sagte er, „eher damit gerechnet, dass es genau anders herum läuft. Dass wir angesichts der aktuellen Tabellensituation vor allem im Angriff gut spielen und in der Abwehr vielleicht ein paar Probleme bekommen.“ Doch es kam genau umgekehrt. Die Deckung war jenes Faustpfand, das trotz der unüblichen Offensivschwäche vom Start weg die Hausherren vorlegen ließ. Nach einer Viertelstunde besorgte so Matthias Hild, Leihgabe aus der ersten Mannschaft, das 7:4. Kurz vor der Pause konnte Pascal Mack dann sogar auf vier Tore Vorsprung erhöhen.

Über die „sehr starke Abwehr“ im Zusammenspiel mit Torwart Lukas Herremann bei seinem Comeback nach langer Verletzungspause konnte sich Stocker freuen. „Wir sind richtig gut zusammengestanden. Mit der nötigen Aggressivität und Leidenschaft.“ Was die Offensivbemühungen anging, nahm er allerdings kein Blatt vor den Mund und meinte: „Was wir in der ersten Halbzeit in Ballbesitz gespielt haben, war sehr schwach. Da fehlte die letzte Konzentration, Feuer und das Hirn.“ Dadurch gelang es den Gelb-Blauen trotz des Abwehrbollwerks nicht, sich richtig abzusetzen. Weil dies auch nach dem Seitenwechsel nicht wirklich besser wurde, ging Neckarsulm nach 45 Minuten durch einen Siebenmeter das erste Mal überhaupt in Front.

Auszeit Stocker. „Wir haben unheimlich viel verworfen. Dadurch kam Unsicherheit in das Spiel.“ Auf die Defensive war jedoch Verlass und mit etwas breiterem Spiel und besserer Einbindung der Außen sowie guten Entscheidungen aus dem Rückraum riss Konstanz das Ruder herum. Wieder einmal legte die U23 dank guter Wechselmöglichkeiten in den letzten zehn Minuten noch einmal zu und drehte das Spiel mit einem 4:0-Lauf auf 24:21. Der 27:25-Sieg war da nicht mehr weit entfernt. Was auch Stocker Respekt abnötigte: „Wie die Jungs dagegen gehalten haben, in einem Spiel, in dem es nicht richtig lief, war super. Über die kämpferische Einstellung und den Willen haben wir es noch umgebogen und verdient gewonnen.“ Vor einem spielfreien Osterwochenende und dem letzten Heimspiel der Saison am 28. April gegen Söflingen mischen die Youngsters somit weiter in den Top Vier mit.

HSG Konstanz U23: Sven Gemeinhardt, Lukas Herrmann (Tor); Kai Mittendorf, Carl Gottesmann, Pascal Mack (2), Samuel Löffler (4), Felix Fehrenbach (3/2), Benjamin Schweda (4/1), Luca Merz, Alexander Lauber (6), Simon Storz (3), Matthias Hild (4), Hendrik Dahm, Lars Michelberger (1).

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Datum: 15.04.2019 | Autor: Andreas Joas (HSG Konstanz)

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