Eigengewächs Svenja Kaufmann verlässt die Neckarsulmer Sport-Union

Neckarsulmer Spielmacherin sucht neue Herausforderung

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Nach zahlreichen Jahren im Trikot des Heimatvereins wird Eigengewächs Svenja Kaufmann die Neckarsulmer Sport-Union zum Saisonende verlassen. Die Spielmacherin war eine wichtige Personalie im Neckarsulmer Aufschwung und erlebte von der B-Jugendmeisterschaft bis zum Aufstieg in die 1. Bundesliga sämtliche Erfolge mit. Die Vereinsverantwortlichen wollten Svenja Kaufmann weiter im Verein halten und unter anderem als Leitfigur in der zweiten Mannschaft einsetzen. Die 25-Jährige hat sich aber dazu entschieden, eine neue Herausforderung zu suchen, in der sich der höherklassige Handball mit ihrem hauptamtlichen Beruf kombinieren lässt. 

"Wir haben natürlich versucht, Svenja mit der seitherigen Belastung zu halten und haben ihr eine Möglichkeit aufgezeigt, damit sie in ihrem Heimatverein bleiben kann. Sie hat sich aber dafür entschieden, einen neuen Verein zu suchen, bei dem Sie die Vollzeitarbeitsstelle besser mit hochklassigem Handball kombinieren kann. Wir sind natürlich traurig, dass uns Svenja nach der langen Zeit zum Saisonende verlassen wird und wünschen ihr für die Zukunft alles Gute.", erklärt Kai Stettner, Geschäftsführer der Neckarsulmer Sport-Union. Sportlich hat Kaufmann den Sprung von der Oberliga bis in die Bundesliga als eine der wenigen Spielerinnen geschafft und ist derzeit noch die einzige Kaderspielerin, die auch 2011 mit der Neckarsulmer B-Jugend erstmals die deutsche Meisterschaft gewinnen konnte. In der aktuellen Bundesligasaison war Kaufmann vor allem nach der Verletzung von Louisa Wolf als wichtige Aufbauspielerin der verlängerte Arm von NSU-Trainer Pascal Morgant: "Sportlich war Svenja für uns vor allem in der zweiten Saisonhälfte eine enorm wichtige Spielerin, die uns in den Entscheidungsspielen in Oldenburg und gegen Halle auch mit zum Sieg geführt hat. Wenn man bedenkt, dass sie dazu in reduziertem Umfang trainiert, sprechen wir hier natürlich von hoher Qualität." 

"Ich wäre natürlich gerne im Verein geblieben, mit dem reduzierten Umfang und der Doppelbelastung ist es aber einfach nicht mehr möglich in der ersten Mannschaft.", sagte Kaufmann zu ihrer Entscheidung. Bevor die lange Zeit jedoch zu Ende geht, wird sie noch zweimal im Trikot der Sport-Union auflaufen. "Ich habe mit sechs Jahren angefangen, hier in Neckarsulm zu spielen und habe in meinem Heimatverein viele tolle Jahre erlebt. Auf der einen Seite viele unvergessliche Aufstiege, die deutsche Meisterschaft aber zuletzt natürlich auch schwierige Phasen, in denen es für uns nur noch gegen den Abstieg gegangen ist. Aus beiden Situationen habe ich viel lernen können, das mich für die Zukunft weiterbringen wird. Neckarsulm ist mein Heimatverein mit einem tollen Umfeld, toller Umgebung und super Fans, bei denen ich mich für die einmalige Unterstützung auf diesem Weg bedanken möchte. Deswegen fällt mir der Abschied nach dieser langen Zeit schwer, aber so ist der Lauf der Zeit und mir ist der Job einfach wichtig. Deswegen möchte ich den Fokus auf die berufliche Karriere auch nicht verlieren.", so Kaufmann weiter.

Datum: 10.05.2019 | Autor: Sascha Göttler (Neckarsulmer Sport-Union)

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