Heimspielauftakt gegen prominenten Gegner

HCOB erwartet bereits am Freitag den Zweitliga-Absteiger TV Neuhausen/Erms zum Württembergderby in der Gemeindehalle

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Die Vorfreude steigt und in gleichem Maße auch die Anspannung. Die Handballer des HC Oppenweiler/Backnang bereiten sich aufs erste Heimspiel der neuen Drittliga-Saison vor. Gespielt wird bereits am Freitag um 20 Uhr, und der Rivale zählt zu den prominentesten Teams der Dritten Liga: Zweitliga-Absteiger TV Neuhausen/Erms tritt zum Württemberg-Drby in der Gemeindehalle in Oppenweiler an.
Wie in der vergangenen Saison startete der HCOB mit einer Auswärtsniederlage, damals in Balingen, nun in Dansenberg. Das 24:25 war eine wenig schöne Erfahrung – nicht nur, weil aufgrund des abgebrochenen Online-Spielberichtes lange das falsche Endergebnis durch die Gegend geisterte und mancher anfangs frohlockende Fan erst spät tatsächlich Kenntnis von der Niederlage erlangte. Grundsätzlich scheint das Zustandekommen abgehakt, die Blaue Karte gegen Philipp Schöbinger tut jedoch weiter weh. Er muss gegen den TV Neuhausen/Erms aussetzen. Ansonsten beschäftigten sich die Sportler in den grünen Trikots unter der Woche eher damit, warum sie trotz guter Defensivleistung und langer Führung leer ausgingen. Der Ansporn, das bei nächster passender Gelegenheit – und somit quasi morgen – besser zu machen, sei innerhalb des Teams sehr ausgeprägt, verrät Trainer Matthias Heineke.

Wie in der vergangenen Saison will der HCOB die Enttäuschung über die Auftaktniederlage durch einen Erfolg im ersten Heimspiel vergessen machen. Gelang vor einem guten Jahr ein Heimsieg gegen die SG Pforzheim/Eutingen, so streben die Murrtaler nun selbiges gegen den TV Neuhausen/Erms an. Heute wie vor Jahresfrist geht es dabei gegen eine Mannschaft, die neu in der Dritten Liga ist. Die Pforzheimer waren dereinst Aufsteiger, der TVN ist Absteiger aus der zweiten Handball-Liga. Der Club aus dem Ermstal will nicht in der dritten Liga heimisch werden, sondern zurück ins Bundesliga-Unterhaus. Das Team wurde deutlich umgebaut. Die meisten neuen Spieler dürften eine gute Qualität mitbringen – nun stellt sich die Frage, wie schnell der neue Coach Anel Mahmutefendic eine funktionierende Einheit formt.

Während der HCOB bereits ein Spiel hinter sich hatte, legten die Neuhausener am vergangenen Wochenende noch eine Pause ein, weil sie das Derby gegen den Nachbarn VfL Pfullingen lieber erst nach den Schulferien austragen wollen. An Videomaterial mangelt es HCOB-Trainer Matthias Heineke trotzdem nicht, er hat die Neuhausener unter anderem im DHB-Pokalspiel gegen die MT Melsungen in Augenschein genommen. Ihm ist aufgefallen, dass der TVN im Rückraum sehr stark aufgestellt ist und hier gleichermaßen über Erfahrung und Qualität verfügt. In der Abwehr agiere die Mannschaft sehr ballorientiert.

Um gegen den namhaften Rivalen bestehen zu können, wünscht sich HCOB-Trainer Matthias Heineke eine Steigerung im Angriff, die vor allen dadurch erreicht werden soll, dass die Spieler auf den Flügeln mehr in den Angriff eingebunden werden sollen. „Wir sind an sich so ausgeglichen besetzt und können von jeder Position Tore werfen, dass wir diese Stärke nun auch einsetzen wollen“, erklärt der Coach – zumal sich dann auch wieder mehr Räume im Zentrum ergeben könnten. Grundsätzlich sieht Heineke Steuerungsmöglichkeiten in der Wurfqualität, „da müssen wir unsere Chancen besser nutzen.“

Gelingt es, dann könnte auch ein Sieg gelingen, und der Heimspielauftakt wäre wie im vergangenen Jahr von Erfolg gekrönt. Die Vorfreude auf das Match in der Gemeindehalle jedenfalls ist groß, erklärt Torwart Thomas Fink: „Es ist ja kein Geheimnis, dass es für jeden in unserer Mannschaft in jedem Heimspiel aufs Neue ein Erlebnis ist, vor unseren Zuschauern zu spielen und gemeinsam mit ihnen um den Sieg zu kämpfen. Nachdem wir dieses Gefühl über einige Monate nicht erleben durften, kann ich es nun kaum erwarten, dass wir wieder ein Heimspiel bestreiten.“

Datum: 30.08.2017 | Autor: Alexander Hornauer (HC Oppenweiler/Backnang) / Foto: Alexander Becher

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